AUTOREN

Kenneth Anders wurde 1969 in Naumburg/Saale geboren und wuchs bei Tharandt sowie in Eberswalde auf.
Von 1989 - 1996 studierte er Kulturwissenschaften, Soziologie und Philosophie in Leipzig und Berlin, verfasste bis 1999 eine Dissertationsschrift im Fach Kulturgeschichte und arbeitete als freier Journalist. Den Einstieg in die Landschaftsthematik fand er im Jahr 2000 durch die Gestaltung einer Ausstellung über die Entstehung der Naturschutzeule in Bad Freienwalde am Haus der Naturpflege. Daraufhin sammelte er an der Universität Potsdam Erfahrungen in der sozialwissenschaftlichen Umweltforschung. 2004 gründete er mit Lars Fischer das Büro für Landschaftskommunikation. Kenneth Anders ist außerdem als Autor und Sprecher tätig.

Lars Fischer wurde 1963 geboren und wuchs in Magdeburg und Eberswalde auf. Nach Abitur, Grundwehrdienst und Ausbildung zum Chemiefacharbeiter studierte er zwischen 1987 und 1994 Kulturwissenschaften, Literaturgeschichte und Philosophie in Leipzig und Berlin. Seit Mitte der 90er Jahre freiberuflich als Kulturwissenschaftler, Rundfunkjournalist und für die Corax-Naturfilm tätig. Das Thema Landschaft rückte in der Auseinandersetzung mit dem Kunstring am Nationalpark Müritz in den Vordergrund, die ein Promotionsstipendium zum Thema "Ästhetik, Kunst und Naturschutz" am Graduiertenkolleg "Ethik in den Wissenschaften" der Universität Tübingen ermöglichte. 2004 gründete er mit Kenneth Anders das Büro für Landschaftskommunikation.

Imma Harms, Jahrgang 1949, Journalistin und Dokumentarfilmerin, war 30 Jahre lang leidenschaftliche Kreuzbergerin. Seit 1998 lebt sie auf dem Gutshof Reichenow, einer Stadtkultur-Enklave von 30 Künstlerinnen und Künstlern östlich von Berlin am Rande des Oderbruchs. Sie versucht beharrlich, Stadt- und Landkultur zu verkoppeln, engagiert sich in der Dorfpolitik und hat verschiedenste Formen kollektiver länd­licher Subsistenz in der Region mitentwickelt. Als Dozentin für Filmanalyse und mit ihrem Blog Jottwehdeh auf dem Internetportal der taz hält sie die Bindung an die städtischen Diskurse weiter aufrecht.

Sabine Hofmann, 1965 geboren und aufgewachsen in der thüringischen Kleinstadt Pößneck, Medizinstudium in Leipzig und Erfurt. Berufliche Stationen: Frauengesundheitszentrum, Unfallchirurgie, ambulante Krebstherapie, Allgemeinmedizin. Osteopathieausbildung in Berlin, San Diego und Paris; seit 2002 arbeitet sie selbständig in eigener Praxis und unterrichtet Osteopathie. Sie lebt seit 15 Jahren auf einem Loose-Gehöft im Oderbruch, hat drei erwachsene Kinder und zwei Enkelinnen. In einem Baustein für den Oderbruchpavillon beschrieb sie 2012 schon einmal Facetten des Lebens in den alten Häusern auf dem Land.

Martin Klingeberg wurde 1961 in Braunschweig als siebtes Kind des Adventistenpastors Johannes Klingeberg und seiner Frau Helene geboren. Nach Jahren in Bremen und Darmstadt landete er mit seinen Eltern in Bad Aibling in Oberbayern, wo er auch sein Abitur ablegte. Im Anschluss an den Zivildienst absolvierte er eine Schreinerlehre. Nach einer kurzen Zeit als Geselle und einem Semester Pädagogik-Studium begann er 1986 ein Musikstudium als Trompeter, zunächst im Fach „Schulmusik“, dann im Hauptfach „Jazz“, das er 1992 erfolgreich abschloss. Zeitgleich war er Mitbetreiber einer Diskothek samt Biergarten in Würzburg. 1996 zog es ihn schließlich nach Berlin, wo er heute mit Frau und Kindern als freiberuflicher Musiker lebt. Er spielt in vielen verschiedenen Projekten und arbeitet seit etlichen Jahren am Theater (Schaubühne, Berliner Ensemble). Er zeichnet, seit er denken kann.

Anne Kulozik wurde 1984 in Lüdinghausen geboren und wuchs in Selm am nördlichen Rand des Ruhrgebietes auf. Sie begann das Studium der Landschaftsentwicklung 2004 an der Hochschule Osnabrück und schloss dies 2009 mit der Diplomarbeit "Focus on Landscape - Ein Beitrag zur Stärkung des Landschaftsbewusstseins von Bewohnern der North Isles in Shetland durch ein umweltbildnerisches Programm für Grundschulkinder" ab. Auslandsaufenthalte brachten sie immer wieder nach Großbritannien, wo sie während ihres Studiums vor allem im Bereich des Vogelschutzes Erfahrung sammelte und dort 2009 in einem Forschungsprojekt mitarbeitete. Im Anschluss an die Arbeit als Studiengangskoordinatorin und Dozentin im Studiengang Landschaftsentwicklung der Hochschule Osnabrück bearbeitet Anne Kulozik nun landschaftlichen Bildungskonzepte zusammen mit verschiedenen Bildungseinrichtungen. Dabei entstehen Materialien, wie das Kinderbuch über das Oderbruch, an denen sie als Autorin und Illustratorin mitarbeitet.

Der Klang-Künstler Helmut Lemke startete seine Reise in die Welt des Klangs vor gut 40 Jahren. Er erforscht die Klänge um uns herum, einige sind eindeutig und offenkundig, andere vertraut, gewöhnlich, einige sind erst noch zu finden... Seine Klang-Forschungen, die er zeichnend und schreibend dokumentiert, führten ihn in Landschaften und an Orte rund um den Globus. Seine Ausstellungen, Performances, Bücher und Konzerte laden ein, sich auf den HÖRWERT dieser Welt einzulassen. Helmut Lemke wurde in Bielefeld geboren und lebt seit 1996 überwiegend in Todmorden, England.

Elke Michael wurde 1969 geboren und wuchs in der Nähe von Leipzig auf. Volljährig geworden probierte sie es mit Hochschulstudien, wurde aber nicht richtig warm damit. Stattdessen zog sie aufs Land, wie es übrigens auch ihre beiden Brüder getan haben. Seit 1999 lebt sie in Peritz bei Riesa auf einem alten Pfarrgut und beschäftigt sich mit der Frage, was ein gutes Leben auf dem Dorf ausmacht.

Tobias Rausch wurde 1972 in Frankfurt a.M. geboren und hat Philosophie, Biologie und Literaturwissenschaften in Freiburg und Berlin studiert. Seit 2001 arbeitet er als freier Regisseur und Autor. Mit dem von ihm gegründeten Theater- und Performancekollektiv lunatiks produktion arbeitete er an zahlreichen Stadttheatern, darunter: Deutsches Theater Berlin, Staatstheater Hannover, Theater Basel, Nationaltheater Mannheim, Theater Vorpommern Greifswald sowie an freien Spielstätten im In- und Ausland. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf Projekten, bei denen der Stücktext auf der Basis von Recherchen vor Ort entsteht.

Silke Schönwald wurde 1984 in Berlin geboren und studierte an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde Landschaftsnutzung und Naturschutz. Ihre Diplomarbeit führte sie ins Randow-Welse-Bruch, wo sie sich mit der Beeinflussung des Landschaftswasserhaushaltes durch den Menschen beschäftigte. Viele Ergebnisse dieser Arbeit flossen in den Exkursionsführer Wasser und Landschaft zum Landschaftswasserhaushalt an Welse und Randow ein. Gegenwärtig arbeitet Silke Schönwald am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde.

Veit Templin wurde in Bad Freienwalde geboren und fand seinen beherzten Lebensradius schon als Kind zwischen Höhen und Bruch. Er erlernte das Malerhandwerk, wechselte später aber in die Hochbauberufe und verbrachte fünfzehn Jahre damit, sie sich anzueignen. Neben der Arbeit, deren Spuren man im ganzen Oderbruch findet, banden ihn auch die Musik, die Familie, die Fischerei und die Jagd an die Gegend. Also ist er geblieben. "Der Malerlehrling" ist sein erstes Buch, das in drei Teilen erscheint.